E-Learning im Instrumentalunterricht? "Auf keinen Fall!"

 

 

 

 

Das hätte ich bis vor kurzem noch geantwortet. Heute ist der 20.03.2020 - wir befinden uns momentan, seit dem Beginn der Corona-Pandemie, weltweit in einem Ausnahmezustand. Kitas, Schulen und weitere staatliche, sowie private Freizeit- und Bildungseinrichtungen wurden geschlossen. Das öffentliche Leben ist lahm gelegt und es wird dazu geraten, soziale Kontakte auf die nötigsten zu reduzieren. Ob auch in Deutschland eine Ausgangssperre verhängt wird, bleibt abzuwarten.

 

Zahlreiche Berufsgruppen, auch Instrumental- und Gesangspädagogen, können nun ihrer Tätigkeit nicht mehr wie gewöhnlich nachkommen. Dies ist aus zweierlei Perspektiven zu betrachten: Den Kindern, die in ihrer Freizeit auf vielfältige Weise vom Unterricht am Instrument profitieren, wird neben dem täglichen Schulbesuch eine weitere Konstante genommen. Auch Eltern leiden darunter, weil ein wichtiger Teil der Betreuung ersatzlos wegfällt. Die Lehrenden, oftmals auf Honorarbasis engagiert, hingegen sind auf ihre Honorare angewiesen um nicht vor einem finanziellen Desaster zu stehen. Aber - kein Unterricht, kein Geld! So lautet häufig die Devise. Ein Nachholen aller Stunden, die sich bei wochenlangem Unterrichtsausfall häufen, ist nicht möglich, zumal derzeit nicht abzusehen ist, wie lange die Stilllegung des öffentlichen Lebens noch anhalten wird.

Daher heißt es in dieser Krise, die eigene Kreativität zu nutzen und den Schüler_innen weiterhin Möglichkeiten zu bieten, das Musizieren nicht schleifen zu lassen, sondern einer Routine in ihrem Leben weiterhin nachgehen zu können. Ohne den menschlichen Kontakt zwischen Schüler_innen und Lehrenden muss die Motivation über alternative Angebote aufrecht erhalten werden.

Das E-Learning stellt für mich nun diese Alternative in einer Ausnahmesituation dar. Ich betone nach wie vor, dass der menschliche Kontakt durch nichts zu ersetzen ist (im Instrumentalunterricht und nahezu allen Bereichen des Lebens). In der Instrumental- und Gesangspädagogik ist das Wissen über Musik ein Teilbereich, der wichtig ist und sicherlich auch virtuell gut vermittelbar. Doch auch Aspekte wie Klang, Agogik, Intonation, Körperarbeit etc. haben einen bedeutenden Anteil und lassen sich in digitaler Form nur erschwert bis gar nicht vermitteln. ABER - die Krise ist nun einmal da und wir müssen in allen Bereichen schauen, wie wir damit bestmöglich umgehen und was wir vielleicht sogar Positives daraus ziehen können. Im E-Learning lassen sich mit Hinblick auf die Selbstständigkeit gerade für Kinder wirklich fantastische Fortschritte feststellen.

Im folgenden werde ich daher einige Ideen für das E-Learning im Instrumentalunterricht teilen und freue mich jederzeit über weitere kreative Einfälle von Euch oder Erfahrungsberichte von der Umsetzung!

 

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